Motorsport: Pulczynski hat bei EM-Halbfinale in Herxheim die Nase vorn - Viele Stürze
Herxheim (jre). Wenig zu bestellen hatten die deutschen Teilnehmer beim
Speedway-Junioren-Europameisterschafts-Semifinale gestern im Herxheimer
Waldstadion.
Alles was den Reiz des Speedway-Sports ausmacht, wurde den 850 Zuschauern
geboten. Dramatische Kurvenkämpfe bis zur Ziellinie, spektakuläre, zum Glück
verletzungsfreie Stürze und ein letzter Lauf, der nicht abgewunken wurde. Das
Rennen mit 16 Junioren aus zehn Ländern übertraf die Erwartungen der
Offiziellen.
Dass die Fahrer aus Osteuropa, speziell aus Polen und Russland, in der
Favoritenrolle sind, war zu erwarten. Doch hofften die Fans auch auf ein
Weiterkommen eines deutschen Piloten. Die Konkurrenz, meist schon als Profi
startend, war zu überlegen.
Im Stechen um den sechsten und letzten Qualifikationsplatz hatten Kai
Huckenbeck und Marco Gaschka die letzte Chance. In der letzten Kurve verspielte
Huckenbeck die Gelegenheit und wurde vom Ukrainer Kobrin überlistet. „Ich hatte
mir mehr ausgerechnet, aber mein Sturz in meinem dritten Lauf kostet mich die
entscheidenden Punkte", sagte Huckenbeck. Zufrieden war Marco Gaschka:
„Ich hatte nicht erwartet, in diesem Feld so gut mithalten zu können. Für meine
ersten internationalen Einsatz war das toll hier." Die Enttäuschung ins
Gesicht geschrieben war Marcel Helfer. Der Bayer aus Weilheim haderte mit
seinem ersten Lauf, weil er, in Führung liegend, nach Maschinendefekt nur ein
Punkt schrieb. Emil Pulczynski aus der polnischen Speedway-Hochburg Torun
siegte. Sport
Quelle:
Rheinpfalz 5. Juli 2010
